Kassings Wiederwahl gescheitert
Montag, 21. Juni 2010In geheimer Wahl hat es nicht gereicht. Im Kreistag votierten nur 28 der 62 anwesenden Abgeordneten für eine vorzeitige Verlängerung der Amtszeit des ersten Kreisrats.
22 Abgeordnete enthielten sich der Stimme, 12 stimmten gegen Kassing. Damit ist der Machtkampf innerhalb der CDU nun offen ausgebrochen. Von den 33 Anwesenden CDU-Vertretern haben vermutlich deutlich mehr als 5 nicht für Kassing gestimmt, der auch von FDP und UWG unterstützt wurde.
Die SPD hatte angekündigt, sich der Stimme zu enthalten. Die Grünen hatten im Vorfeld der Abstimmung eine Neuausschreibung der Stelle gefordert, waren mit diesem Antrag jedoch gescheitert. Mit der Nichtwahl ist diese Option jedoch wieder sehr wahrscheinlich.
Für Kassing selbst bedeutet diese Abstimmungsniederlage einen Rückschlag auf dem Weg zur Kadidatur als Landrat im nächsten Jahr. Als parteiinterner Konkurrent um diese Kandidatur im Herbst 2011 ist der Bundestagsabgeordnete Georg Schirmbeck, der gleichzeitig auch Vorsitzender der CDU/FDP/UWG-Gruppe im Kreistag ist. Gegen Schirmbeck ermittelt zur Zeit die Staatsanwaltschaft Osnabrück wegen des Verdachts der Untreue.
Vor der Abstimmung hatte Schirmbeck noch erklärt, die Gruppe unterstütze den Vorschlag des Landrats Hugo, Reinhold Kassings Amtszeit durch Wahl zu verlängern.


